Winter in Benediktbeuern

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Historische Krippe mit so mancher Besonderheit

Pfarrkrippe in Benediktbeuern

Vom 1. Advent bis zum Palmsonntag gibt es 11 verschiedene Darstellungen mit herrlichen Häusern und prächtigen Kulissen zu sehen

„Kripperl anschauen“ gehört in Bayern einfach zum Weihnachtsfest dazu. In Benediktbeuern ist die Pfarrkrippe besonders sehenswert – und das lange über Weihnachten hinaus.

Ursprünglich war die Krippe in Klosterbesitz. Nach der Säkularisation bemühte sich die Pfarrei um deren Erhalt und stellte sie in der Basilika auf. Heute ist sie in der Marienkirche in der Ortsmitte zu sehen.

Einige Ausstattungsstücke lassen auf die Entstehung dieser Krippe um 1780-1794 schließen. Sie besteht aus verschiedenen Figurengruppen mit unterschiedlichen Größen und Bauweisen und weist einige Besonderheiten auf:

An Heilig Dreikönig ist statt den einfachen Hirten viel höfischer Prunk mit aufwändiger Kleidung zu sehen. Zur damaligen Zeit war das im Kloster nichts ungewöhnliches, da der Kurfürstliche Hof öfters zu Besuch kam.

Der „Elefant mit Menschengesicht“ stammt aus der Zeit kurz nach der Säkularisation, als das Kloster in Staatsbesitz kam und ein Gefängnis darin untergebracht wurde. Ein Gefangener soll den Elefanten geschnitzt und ihm das Gesicht seines verhassten Aufsehers gegeben haben.

Die Soldaten des Herodes beim Kindermord von Bethlehem tragen die Uniformen der österreichischen Panduren, die während der bayerisch-österreichischen Kriege gefürchtete Gegner waren.

Elf Szenen vom 1. Advent mit der Verkündigung an Maria bis zum Palmsonntag mit dem Einzug Jesu in Jerusalem werden jedes Jahr aufgebaut – mit herrlichen Häusern und Gebäuden, prächtigen Kulissen und Landschaften.

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)